Erste Schritte
 

Die Geschichte der eigenen Familie zu erforschen setzt im allgemeinen Freude an der Familie, an
allgemeiner Geschichte, an Geographie, an detektivischer Arbeit innerhalb und ausserhalb der Familie und vieles mehr voraus. Aber Familienforschung ist auch ein Geduldspiel, ein Rätsel. Familienforschung lässt
sich gleichzeitig in verschiedenen Richtungen betreiben. Familienforschung ist eine Kunst. Die Kunst ist es, das am Anfang stehende Rätsel Schritt für Schritt zu ergänzen und auszufüllen, die fehlenden Teile zu finden, wo auch immer diese sein können. Es ist also auch eine Kunst herauszufinden wo sich diese Teile befinden könnten. Eine Kunst ist es auch Geduld aufzubringen und ständig neue Wege zu suchen um einen fehlenden Teil des Rätsels zu finden. Hier sollen auch nur die ersten Tips gegeben werden damit man sich eine Vorstellung machen kann was es braucht um solch eine Familienforschung zu beginnen. Es ist klar, dass wir uns hier besonders auf die Bedürfnisse der jüdischen Familienforschung konzentrieren.

a) Davon ausgehend, dass Sie nur bruchstückhaft die Geschichte der Familie kennen, ist Fragen das wichtigste für die Anfänger. Fangen Sie bei der ältesten Person an die noch am Leben ist und fragen Sie sie aus. Nach den Eltern, den Geschwistern, Tanten, Onkeln, Cousins etc. Machen Sie sich Notizen und leiten Sie die erzählende Person mit kleinen Zwischenfragen in die Richtung die Sie brauchen. Zeichnen Sie aber das Gespräch auch mit einem Tonband auf. Dann können Sie zu Hause in aller Ruhe das Gespräch immer hören und die für die Erstellung eines Stammbaumes wichtigen Daten so immer kontrollieren und eintragen.

b)
Um die Angaben gleich richtig zu erfassen und falls Sie einen Computer besitzen, suchen Sie sich ein gutes genealogisches Computer-Programm aus. Für deutschsprachige Programme benutzen Sie am besten diese Seite http://www.genealogienetz.de/cg/programmtests Dies schliesst allerdings nicht aus, dass Sie auch handschriftliche Notizen machen, diese erst nach Kontrolle in den Computer übertragen.

c) Sobald erste Zusammenhänge erkennbar sind beginnen Sie auch andere Quellen als die der engen Verwandtschaft zu erforschen. Dazu gehören: Jüdische Archive, öffentliche Archive, Internet Archive, Zeitungsarchive, jüdische Friedhöfe, Vereine wie Chevra Kadischa,